Seid barmherzig wie auch euer Vater barmherzig ist!

Lukas 6, 36

 

Foto: LehmannBarmherzig ist ein Wort, dass heute vielen Menschen scheinbar unbekannt ist. Da wird ein Mensch auf der Straße von einem anderen misshandelt, blutig geschlagen, zu Boden geworfen, getreten – offenbar ohne jeden Skrupel. Es kommt auch vor, dass es Zeugen bei solch einem Verbrechen gibt, diese aber nur zuschauen oder aber weitergehen, ohne einzugreifen oder Hilfe zu holen. Keiner hat Erbarmen mit dem Opfer und nimmt sich seiner an.

Allerdings kannte auch Jesus schon derartiges Verhalten. In der Beispielerzählung vom barmherzigen Samariter gibt es auch Leute - sogar fromme Leute -, die sich abwendend von dem Überfallenen eiligst entfernen. Aber es gibt einen, der Barmherzigkeit zeigt, sich um das Opfer kümmert, sowie Zeit und Geld für die Pflege opfert. Und dieser helfende Mann war ein von der Gesellschaft gering Geschätzter, ein Außenseiter!

Sind wir immer barmherzig tätig? Werden nicht manchmal auch wir beschämt durch das barmherzige Handeln eines Menschen aus Randgruppen der Gesellschaft?

In einem anderen Beispiel erzählt Jesus von einem Mann, der seinem Gläubiger eine sehr große Summe Geld schuldete, die ihm aber auf sein inständiges Bitten wegen seiner sonst ins Elend geratenden Familie erlassen wird. Dieser nun schuldenfreie Mann trifft kurz darauf einen anderen Mann, dem er seinerseits eine nur geringe Summe Geld geliehen hatte. Diese fordert er unnachgiebig zurück. Da dieser zweite Mann aber nicht zahlungsfähig ist, kommt er auf Betreiben des Geldgebers ins Gefängnis.

Der, der selbst Barmherzigkeit erfahren hat, ist nicht bereit, barmherzig gegenüber seinem Schuldner zu sein. Kennen wir solch ein Verhalten auch von uns?

Gott hat uns unser Versagen, unsere Schuld, die Zielverfehlung unseres Lebens vergeben in Christus und wir stören uns an Ansichten, Fehlern oder irgendwelchen Kleinigkeiten im Verhalten Anderer und sind ihnen gegenüber reserviert oder abgeneigt, eventuell sogar feindlich gesonnen. Gottes Wegweisung für uns lautet: Seid barmherzig wie auch euer Vater barmherzig ist.

Trotz der Abwendung der Menschen von Gott, trotz ihrer Überheblichkeit und ihrer Schuld ist Gott barmherzig und lässt allen viel Gutes zukommen. Die Bibel sagt: ER lässt regnen über Gute und Böse (Matthäus 5,45). ER versucht, mit Güte die Menschen zur Umkehr zu bewegen (Römer 2,4). ER will nicht Unglück oder Tod des Menschen, sondern dessen Hinwendung zu Gott. Gott ist barmherzig und bietet Leben in seiner Gemeinschaft an.

Nehmen wir Gottes Weisung für unseren Weg durchs Leben ernst, werden soziale Kontakte freundlicher und wir selbst werden froher leben können. Manche peinliche und unangenehme Situation lässt sich vermeiden, manch eine gespannte Beziehung zu anderen Menschen wird entschärft, wenn wir das verwirklichen: Seid barmherzig wie auch euer Vater barmherzig ist. Weil Gott uns derart ansieht und behandelt, sind auch wir durch IHN befähigt, dem Anderen gegenüber barmherzig zu sein.

Dr. Dietrich Prescher

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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