Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt sein wollt.

Lukas 6,31

 

Die goldene Regel

Von Konfuzius ist uns das Sprichwort übermittelt: “Was du nicht willst, dass man dir tu´, das füg´ auch keinem andern zu.“ Jesus verwendet diesen Gedanken in positiver Form und gibt seinen Schülern diese Regel für den zwischenmenschlichen Umgang:

andacht; Foto: LehmannBehandle den anderen so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

Wegen ihrer Allgemeingültigkeit und empfehlenswerten Anwendung nennt man sie „Goldene Regel“.

Warum ist diese einfache, nahe liegende Regel nicht Selbstverständlichkeit im täglichen Leben? Persönlicher Streit und Kriege der Völker könnten Vergangenheit sein. Frieden wäre im Haus und in der Welt. Flucht und Asyl wären nicht mehr nötig, Hunger wäre kein Problem mehr, da geteilt wird, was man hat.

Das Macht- und Gewinnstreben sowie das Bemühen um Ruhm und Ehre hindern uns daran. Die Verfolgung der egoistischen Ziele verhindert eine dauerhafte freundschaftliche Beziehung zum Nächsten. Eine solche ist nur wichtig, solange sie nutzbringend ist. Unsere eigenen Ziele rangieren über der Person des Nächsten.

Ist die goldene Regel nur Vision? Ist sie realitätsfern? Muss man nicht befürchten, dass Freundlichkeit und Entgegenkommen ausgenutzt werden, dass man damit den Kürzeren zieht? Trotz aller Bedenken, es gibt doch positive Erfahrungen mit dem Befolgen der goldenen Regel!

Wir möchten gerne, dass uns andere mit Verständnis, Nachsicht, Güte, Freundlichkeit oder Liebe begegnen. Erfahren andere Menschen von uns dasselbe? Sehen wir über menschliche Schwächen der anderen hinweg oder sind wir ihre ständigen Kritiker? Können wir persönlich Mitgeteiltes für uns behalten oder machen wir es – entweder schwatzhaft oder sogar gezielt – publik zum Schaden der Anderen? Üben wir uns darin, den Anderen mit seinen Worten und seinem Verhalten sachlich zu beurteilen oder beteiligen wir uns an Hetzkampagnen, wie sie unlängst verschiedene Politiker seitens der Medien erlebten?

Üben wir uns in Wertschätzung des Nächsten auf Augenhöhe? Sind wir bereit, jemand einen Vertrauensvorschuss zu gewähren? Haben wir den Nächsten verstehen gelernt? Welche Probleme bedrücken ihn? In welchen Schwierigkeiten steckt er? Haben wir uns schon gedanklich in seine Lage versetzt? Kennen wie seine Sichtweise? Haben wir seine Argumente gehört, seine Lebensgeschichte begriffen?

Jesus möchte Menschen, die lieben, segnen, helfen, barmherzig sind und auch vergeben können. Das große Vorbild ist der Vater im Himmel. Mit diesen Menschen will Jesus hineinwirken in unsere Welt, dort wo unser Standort ist. Mit diesen Menschen will ER andere Menschen zu gleichem Verhalten animieren. Gottes Liebe zu uns Menschen ist Anlass für sein Bemühen, zwischenmenschliche Probleme mittels Liebe zu überwinden. Wir dürfen dabei helfen und indem wir die Anderen so behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten, andere Menschen zur Nachahmung dieser Handlungsweise ermuntern.

Ein Mosaik entsteht durch Einfügen vieler kleiner Teilchen. Fange an! Leiste deinen Beitrag! Dein Beispiel kann ein Anreiz für andere sein, Gleiches zu tun. Keimzellen des Lebens sind auf Wachstum angelegt! Zwischenmenschliche Beziehungen gedeihen, wenn wir den jeweils Anderen als einen von Gott geliebten Menschen achten und wenn wir im Umgang mit ihm sein Nächster werden.

Dr. Dietrich Prescher

 

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören wir, neben vielen weiteren Gemeinden, einem Landesverband an.



Kompetenz durch Scheitern

„Kompetent durch Scheitern“ war das Thema des Seminartags des Diakoniewerks der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Baden-Württemberg..

17.10.2017

„Wie gelingt Barock’n Roll?“

Wenn 35 Leute zwischen elf und 69 Jahren aus 16 unterschiedlichen Gemeinden sich ein Wochenende lang mit Musik befassen, ist das ein ganz besonderes Erlebnis..

12.10.2017

Herrnhuter Losung

Die Losung wird geladen...

Büchertisch-Online

Ihr Weg zu uns...

Ihr Abfahrtsort:

Hertzbergtstr. 4-6 12055 Berlin

Newsletter

Zu welchen Themen dürfen wir Ihnen Informationen schicken?